Das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) hat den Auftrag, Menschen zu schützen, die vor Verfolgung oder Krieg fliehen müssen, und dauerhafte Lösungen für sie zu finden.
Zu Jahresbeginn 2005 entschied sich die Organisation aber zu einem außergewöhnlichen Schritt: UNHCR gab bekannt, dass es seine Fähigkeiten in der Nothilfe auch für die Opfer einer Naturkatastrophe einsetzen werde. Damit sollten die Opfer der gewaltigen Naturkatastrophe vom 26. Dezember 2004, dem Seebeben und nachfolgenden Tsunami, unterstützt werden. Neben Asien waren auch Länder in Afrika betroffen.
UNHCR konzentrierte seine Hilfseinsätze auf die Betroffenen in Sri Lanka, Indonesien und Somalia; Länder, in denen das Flüchtlingskommissariat bereits seit mehreren Jahren Hilfe leistet, unter anderem bei der Unterstützung von Binnenflüchtlingen. Der damalige UN-Flüchtlingskommissar, Ruud Lubbers, wies auf das enorme Ausmaß und die Folgen der Naturkatastrophe. UNHCR sollte daher, als Organisation mit viel praktischer Erfahrung in Katastropheneinsätzen, in Zusammenarbeit mit anderen UNO-Organisationen den Betroffenen helfen.
Ein weiterer großer Hilfseinsatz für Opfer einer Naturkatastrophe
begann im Winter 2006, als UNHCR unter anderem Zelte, Decken und andere Hilfsgüter
für Opfer des Erdbebens in Pakistan zur Verfügung stellte. UNHCR
war in der Region schon lange aktiv gewesen, um Hunderttausende von Flüchtlingen
aus Afghanistan zu unterstützen und konnte deshalb in kurzer Zeit ein
umfasssendes Hilfsprogramm aufbauen.
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Banda Aceh, Januar 2005. © UNHCR/ M. Nyberg |