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Die erste Wohnung in Österreich

Asylwerber und anerkannte Flüchtlinge in Österreich erhalten in verschiedenen Einrichtungen Unterkunft. Asylsuchende kommen während des Asylverfahrens in die so genannte Grundversorgung (Unterkunft, Essen, medizinische Versorgung). Sobald sie als Flüchtlinge anerkannt werden, können sie Unterstützung beim "Österreichischen Integrationsfonds" beantragen. Dieser "Fonds zur Integration von Flüchtlingen und Migranten" soll ihnen zum Start in ein neues, sicheres Leben verhelfen.

Das Leben nach der Anerkennung

Nachdem Flüchtlinge den positiven Asylbescheid erhalten, können sie in den Integrationswohnhäusern in Österreich eine Unterkunft finden. Das größte Haus befindet sich in Kaiserebersdorf, Wien-Simmering. Seit 1998 finden hier Asylberechtigte in 130 Wohnungen Unterkunft. Weitere Einrichtungen folgten im Jahr 2004 in Wien, in der Vorderbrühl bei Mödling und in Kapfenberg, Steiermark. In Haid, Oberösterreich, stehen 34 Wohnungen zur Verfügung.

Die Wohnhäuser erleichtern die Orientierung, indem sie nicht nur Unterkunft, sondern auch Chancen zur Integration anbieten: Sozialarbeiter und Juristen betreuen die Flüchtlinge und deren Kinder, Lehrkräfte bilden sie weiter. Die deutsche Sprache ist ein Werkzeug zur Alltagsbewältigung und wesentlicher Faktor, sich in einer neuen Gesellschaft zurechtzufinden. Flüchtlinge können an Deutsch- und Alphabetisierungskursen sowie EDV-Seminaren teilnehmen. Umliegende Kindergärten und Hortgruppen übernehmen in Zusammenarbeit mit dem Fonds die Kinderbetreuung. Durch diese Maßnahmen sollen die Flüchtlinge den Weg in ein geregeltes Leben finden.

Das Leben in Österreich ist teuer. Deshalb können Asylberechtigte nach dem Auszug aus dem Integrationswohnhaus beim "Integrationsfonds" um eine günstige Wohnung ansuchen. Mehr als 6500 Wohnungen in ganz Österreich sind Eigentum des "Integrationsfonds", des Innenministeriums und des UN-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR; sie dienen dazu, den Flüchtlingen den Start in ein eigenständiges Leben zu erleichtern.

Anerkannte Flüchtlinge können, sobald sie langfristig Arbeit gefunden haben, innerhalb der ersten drei Jahre auch finanzielle Unterstützung durch den Fonds erhalten. Beihilfen oder zinsenlose Kredite sollen ihnen helfen, sich eine Wohnung zu beschaffen, diese einzurichten; diese Unterstützung soll auch Aus- und Weiterbildung ermöglichen.

Afghaner återvänder efter flera år i exil.

Kinder vor dem Integrationswohnhaus Kapfenberg.

© Österreichischer Integrationsfonds